Zur Geschichte des ‘Weißen Sonntags’
Der ursprüngliche Sinn des Namens ‘Weißer Sonntag’ ist nicht sicher. Man vermutet, dass er mit den weißen Gewändern (sogenannten Taufgewänder, lat. alba) zusammen hängt. Diese wurden in der alten Kirche den Menschen angelegt, welche in der Osternacht getauft wurden. Die Getauften trugen dieses weiße Kleid eine ganze Woche lang bis zum ‘Weißen Sonntag’. Der ‘Weiße Sonntag’ war also am Ende der Woche nach der Taufe der Tag, an dem die weißen Gewänder abgelegt wurden.
Nach einer frühen Phase, in der die Säuglinge Taufe, Erstkommunion und Firmung erhielten, wurde vom IV. Laterankonzil im Jahr 1215 das Alter der Kinder, die die Kommunion erstmalig empfangen sollten, nicht genau festgelegt. Es schwankte zwischen sieben und vierzehn Jahren.
Nach dem Konzil von Trient (1545-1563) kümmerten sich der Jesuiten-Orden um das Thema der Erstkommunion. Neben einer gemeinsamen Vorbereitung und Feier sollte das Fest nicht durch Ostern beeinträchtigt werden. Deshalb wurde der Weiße Sonntag zum Tag der Erstkommunion.
Erst seit Mitte des 19. Jahrhunderts wurde der Weiße Sonntag als Tag der feierlichen Erstkommunion festgelegt. Nach diözesanem Recht kann es hierfür allerdings begründete Ausnahmen geben. So kann z.B. das Fest der Erstkommunion bedingt durch die Zusammenlegung mehrerer Gemeinden und der Zuständigkeit nur eines Pfarrers auch an anderen Sonntagen begannen werden.
Dieser Beitrag wurde erstellt am Freitag 13. Februar 2009 um 09:44 und abgelegt unter Weißer Sonntag. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Sie können einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.